Italienische Republik

Italien Flagge
HauptstadtRom
StaatsformParlamentarische Republik
StaatsoberhauptSergio Mattarella
WährungEuro (EUR)
Gründung2. Juni 1946
Fläche301.338 km²
Einwohnerzahlca. 60 Mio.
Bevölkerungs-wachstumsrate0,02 %
BIPca. 1,821 Billionen
Wachstum BIPca. 0,73 %

Die reichsten Italiener

#NameVermögenAlterHerkunft VermögenSectorBeschreibung
1 Leonardo Del Vecchio0 $
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83LuxotticaLifestyleGründer von Luxottica
2 Maria Franca Fissolo0 $
(0Horizontaler Pfeil)
100FerreroCommerceErbin von Ferrero

Die größten Unternehmen Italiens

#NameVermögenAlterHerkunft VermögenSectorBeschreibung
1 Jim Walton0 $
(0Horizontaler Pfeil)
70WalmartCommerceErbe von Walmart
2 Warren Buffett0 $
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88Berkshire HathawayFinanceDer wohl erfolgreichste Investor der Welt
3 Jeff Bezos0 $
(0Horizontaler Pfeil)
54Amazon.comTechnologyGründer von Amazon.com
Canale Grande, Vendig, Häuser im Wasser

Geschichte

Die ersten, frühen Menschen Italiens gehen auf etwa 1,3 bis 1,7 Mio. Jahre zurück. Der moderne Mensch lebte neben dem Neandertaler vor etwa 45.000 Jahren auf dem Gebiet Italiens. Vor etwa 6.000 Jahren brachten Gruppen aus dem Nahen Osten und aus Südanatolien die Landwirtschaft. Die entstehenden Dörfer entwickelten sich zu größeren Siedlungen und es entstanden Hierarchien.

Die Etrusker prägten die Kultur um 600 v. Chr. und griechische Kolonien wurden im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet, die später zu Karthago gehörten.

Die Römer weiteten ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. ihre Macht auf dem Festland Italiens aus, welches bald ein wichtiges Kulturzentrum für den europäischen Raum wurde. Mit der Expansion Roms 146 v. Chr. begann die Eroberung des Mittelmeerraumes und dann auch Mittel- und Nordeuropas. Kulturelle Einflüsse und Menschen aus dem gesamten Reich gelangten nach Italien.

Die wachsenden Städte wurden mit einem dichten Straßennetz verbunden und der Austausch von Waren steigerte sich. Importierte Waren und Güter gewannen an Bedeutung.

Das Land zerfiel in eine Anzahl von Herrschaftsgebieten, nachdem die Goten 410 einfielen. Im 8. Jahrhundert dominierten die Franken und unter Otto dem Großen wurde das Königreich Italien gebildet und gehörte fortan zum Heiligen Römischen Reich.

Im 14. und 15. Jahrhundert teilten sich 5 Autoritäten die Macht über die italienische Halbinsel:

  • Mailand
  • Florenz
  • Venedig
  • Königreich Neapel
  • der Kirchenstaat

Mit der Entdeckung Amerikas verlagerte sich der Handel Europas zu den Kolonien nach Übersee und der Niedergang Italiens begann. Frankreich und Spanien kämpften im 16. Jahrhundert um die Vormachtstellung über Italien. 1525 war Spanien der Herrscher in Süditalien und der Lombardei.

1805 krönte sich Napoleon zum König von Italien, nachdem französische Truppen die Macht übernommen hatten.

In drei Unabhängigkeitskriegen 1848-1870 gelangte das Land wieder unter italienischen Einfluss. Viktor Emanuel II. wird 1861 zum König ernannt und Florenz zur Hauptstadt bestimmt.

Benito Mussolini übernahm 1922 die Macht und wandelte das Land in einen totalitären Staat. Mit seinem Ziel, das Römische Reich wieder aufleben zu lassen, wurde 1935 das heutige Äthiopien annektiert und vier Jahre später der Stahlpakt mit Hitler geschlossen.

Italien trat 1940, an der Seite des Deutschen Reichs, in den Zweiten Weltkrieg ein und wurde 1943 von den Alliierten besiegt. Mussolini wurde gefangen genommen und König Viktor Emanuel III. eingesetzt.

Mit der Befreiung Mussolinis durch die Deutschen Truppen, wurde er, noch im gleichen Jahr, in dem von deutschen Truppen besetzten Norditalien als Machthaber eingesetzt. Es kam zum Krieg zwischen Norditalien und Italien, mit schweren Folgen für die Zivilbevölkerung.

Eine neue Verfassung trat am 1. Januar 1948 in Kraft.

Staatsform

Italien ist eine parlamentarische Republik, deren Staatsoberhaupt der Staatspräsident ist.

Das Parlament besteht aus der Abgeordnetenkammer und dem Senat, die gleichberechtigt sind und alle fünf Jahre gewählt werden. Darüber hinaus gibt es Senatoren, die auf Lebenszeit dem Senat angehören; dazu gehören auch die ehemaligen Staatspräsidenten.

Der Regierungschef ist der Ministerpräsident.

Es gibt 20 Regionen mit jeweils eigener Regierung und einer Landesverfassung. Fünf Regionen haben einen Sonderstatus mit großer Autonomie:

  • Sizilien
  • Sardinien
  • Friaul-Julisch Venetien
  • Trentino-Südtirol
  • Aostatal

Geografie

Italien ist eine Halbinsel im Mittelmeer, deren Form an einen Stiefel erinnert. Im Norden grenzen Frankreich, Schweiz, Österreich und Slowenien als Nachbarstaaten. Die großen Inseln Sardinien und Sizilien sowie zahlreiche kleinere Inseln gehören zu Italien.

Die Alpen stellen im Norden eine natürliche Grenze dar. Italiens höchster Berg ist hier der Mont Blanc mit 4.810m.

Die meisten aktiven Vulkane Europas befinden sich hier, zu den bekanntesten gehören der Ätna, der Stromboli und der Vesuv.

Klimatisch wird Italien im Norden von den Alpen beeinflusst. Abseits der Berge nimmt das Mittelmeerklima zu und somit ist in Süditalien ganzjährig warmes, mediterranes Klima. Im Sommer wird es sehr heiß und Dürreperioden können die Folge sein.

Es kommt aufgrund der Lage immer wieder zu Erdbeben, die mit Ihrer Stärke große Schäden verursachen und oftmals Opfer fordern.

Die Religion in Italien ist vorwiegend katholisch. Das Zentrum der römisch-katholischen Kirche, mit dem Amtssitz des Papstes, befindet sich mit der Vatikanstadt mitten in der Hauptstadt Roms.

Wirtschaft

Italien profitierte von der Privatisierung und Deregulierung der Märkte und entwickelte sich zu einem Industriestaat und war 2013 die neuntgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Die Schattenwirtschaft macht mit geschätzten 30% einen wichtigen Anteil am BIP aus.

Der Dienstleistungssektor wird repräsentiert von großen Banken, wie Intesa Sanpaolo und Unicredit sowie von Versicherungsgesellschaften, wie Generali, die zu den weltweit größten gehört.

Die Wirtschaft ist stark vom Handel abhängig. Zu den wichtigsten Handelspartnern zählen Deutschland, Frankreich und Spanien.

Es gibt einige Bodenschätze, die für die Wirtschaft von Bedeutung sind:

  • Kohle
  • Erdgas
  • Erdöl
  • Quecksilber
  • Fluorit
  • Zink
  • Sylvin
  • Carrara-Marmor

Bei der Energieversorgung ist Italien zu 15% des Gesamtstrombedarfs von Importen abhängig. Bei der Stromerzeugung werden zu 33,5% Erdöl, 21,5% Wasserkraft, 15% Kohle, 8% Sonnenenergie, 5,4% Windkraft genutzt.

Die Landwirtschaft macht lediglich 2% des BIP aus, jedoch werden hier wichtige Produkte hergestellt, wie:

  • Wein
  • Olivenöl
  • Käse
  • Zitrusfrüchte
  • Melonen
  • Salate
  • Nüsse

Die wichtigsten Industrien sind:

  • Automobil
  • Maschinenbau
  • Flugzeugbau
  • Schiffsbau
  • Textilien
  • Brillen
  • Nahrungsmittel