Tschechische Republik

Tschechien Flagge
HauptstadtPrag
StaatsformParlamentarische Republik
StaatsoberhauptMiloš Zeman
WährungTschechische Krone (CZK)
Gründung1. Januar 1993
Fläche78.866 km²
Einwohnerzahlca. 10,5 Mio.
Bevölkerungs-wachstumsrate0,25 %
BIPca. 185 Mrd. USD
Wachstum BIPca. 4,54 %

Die reichsten Tschechen

#NameVermögenAlterHerkunft VermögenSectorBeschreibung
1 Petr Kellner0 $
(0Horizontaler Pfeil)
54PPF GroupFinanceGründer der PPF Group
Häuser mit roten Dächern vor einem Berg

Geschichte Tschechiens

Die ersten Menschen auf dem Gebiet der heutigen Tschechoslowakei gehen auf etwa 300.000 Jahre zurück. Spuren des Neandertalers mit Höhlen und Lagerplätzen wurden hier gefunden.

Eine weite Besiedlung wurde der Jungsteinzeit vor 5.300 Jahren zugeordnet. Die ersten Kulturen waren die Hügelgräberkulturen, denen die Kelten folgten und Namensgeber für Böhmen wurden. Im ersten Jahrhundert wanderten die Germanen ein und um 550 kamen Slawen und bildeten ihre Herrschaftsgebiete.

Mit der Vereinigung von der Markgrafschaft Mähren mit dem Herzogtum Böhmen entstand im 9. Jahrhundert das tschechische Reich. Seine Dynastien beherrschten große Teile Kontinentaleuropas.

1085 wurde der erste böhmische König von Heinrich IV. gekrönt. Deutsche Siedler wanderten im 12.und 13. Jahrhundert in die Randgebiete ein und Böhmen wurde Teil des Römischen Reiches.

1526 wurde der Habsburger Ferdinand I. als König von Böhmen akzeptiert und das Reich Teil der Habsburger-Monarchie. Prag gewann an Bedeutung, als 1583 der gesamte Hof von Wien nach Prag verlegt wurde.

Mit der Unzufriedenheit der Stände über die Politik des Kaisers, kam es 1618 zum Prager Fenstersturz, der den Beginn des dreißigjährigen Krieges verursachte. Der Kaiserliche Hof und die Reichsregierung wurden wieder nach Wien verlegt und das Land von hier aus regiert.

Ende des 18. Jahrhunderts setzte eine intellektuelle Bewegung ein, die die tschechische Sprache förderte und nach mehr Autonomie verlangte. Der Aufstand gegen das Kaisertum Österreich wurde im Prager Pfingstaufstand 1848 niedergeschlagen.

Den Tschechen wurde in den folgenden Jahren weniger Aufmerksamkeit gewidmet und sie erhielten geringere Rechte als Österreich und Ungarn. Es bildete sich eine Opposition gegen die Monarchie und so kam es 1918 zur Bildung der Tschechoslowakei. Der Anschluss der Slowakei, der Karpatoukraine und Teschens folgte bald darauf.

Im Sudetenland gab es zahlreiche Deutsche, die sonst eine Minderheit des Landes bildeten. Die Sudetenkrise 1938 war ein Streit des Deutschen Reiches mit der Tschechoslowakei um diese Gebiete. Im Münchener Abkommen kam es dann zur Abspaltung der Slowakei und zur Teilung des Landes. Tschechien wurde daraufhin von deutschen Truppen besetzt.

1948 war das Land vollständig unter kommunistischer Regierung und wurde nach sowjetischem Muster umgestaltet. Mit dem Prager Frühling 1968 kam es zu einer militärischen Auseinandersetzung, in deren Folge eine begrenzte Souveränität gewährt wurde.

Im Dezember 1989 kam es zur Samtenen Revolution, die einen Systemwechsel, hin zur Demokratie brachte.

Am 1. Januar 1993 wurden als unabhängige Staaten die Tschechische Republik und die Slowakische Republik ausgerufen und die vormalige Tschechoslowakei wurde damit aufgelöst.

Staatsform

Tschechien ist eine parlamentarische Republik, mit dem Präsidenten als Staatsoberhaupt. Das Parlament besteht aus dem Abgeordnetenhaus, mit 200 Abgeordneten, die auf 4 Jahre gewählt sind und dem Senat, dessen 81 Senatoren nach dem Mehrheitswahlrecht für 6 Jahre gewählt werden.

Das Parlament wählt alle 5 Jahre seinen Präsidenten.

Dieser ernennt den Ministerpräsidenten, der Regierungschef des Landes ist und damit das höchste Organ der Exekutive repräsentiert.

Wahlberechtigt ist jeder mindesten 18-jährige Staatsbürger.

Das Staatsgebiet wird in drei historisch Länder aufgeteilt:

  • Böhmen
  • Mähren
  • Schlesien

Gemäß der Verfassung gibt es 14 Regionen als selbstverwaltende Gebietseinheiten.

Eine festgelegte Amtssprache gibt es nicht, Tschechisch und Slowakisch sind gleichgestellt.

Geografie

Tschechien liegt inmitten der Landmasse Zentraleuropas. Seine direkten Nachbarn sind im Nordosten und Osten: Polen, im Süden die Slowakei und Österreich, im Westen und Nordwesten: Deutschland.

Die Topographie setzt sich aus Beckenlandschaften mit umgebenden Gebirgen zusammen. Die bekanntesten sind der Böhmerwald im Süden, das Erzgebirge im Nordwesten und im Norden das Riesengebirge mit der Schneekoppe als höchstem Berg, 1.602m.

Das Klima gehört der gemäßigten Temperaturzone an, mit milden Wintern und kühlen Sommern.

Wirtschaft

Die Wirtschaft gilt als sehr hoch entwickelt. Mit der Privatisierung ab 1989 konnten viele Bereiche weiterentwickelt werden.

Der Dienstleistungssektor hat den größten Anteil am BIP.

Die Industrie spielt eine wichtige Rolle und der Export hochwertiger Industrieanlagen sowie Automobile, in die ganze Welt machen den Erfolgt aus. Die wichtigsten Produkte sind:

  • Industriekomplexe
  • Automobile
  • Maschinen
  • Metallurgie
  • Petrochemie
  • Pharmazie
  • Holz
  • Lebensmittel

Die Energieversorgung wird zu 53% aus Kohle und 33% aus Kernenergie gedeckt.  Etwa 5% kommen aus erneuerbaren Energiequellen. Tschechien exportiert ca. 20% seines erzeugten Stroms in andere Länder.

Die wichtigsten Bodenschätze sind:

  • Braunkohle
  • Steinkohle
  • Ton
  • Graphit
  • Kaolin
  • Quarzsand
  • Uran