Republik Österreich

Österreich Flagge
HauptstadtWien
StaatsformBundesrepublik
StaatsoberhauptAlexander Van der Bellen
WährungEuro (EUR)
Gründung27. Juli 1955
Fläche83.879 km²
Einwohnerzahlca. 8,6 Mio.
Bevölkerungs-wachstumsrate0,81 %
BIP377 Mrd. USD
Wachstum BIPca. 1 %

Die reichsten Österreicher

#NameVermögenAlterHerkunft VermögenSectorBeschreibung
1 Dietrich Mateschitz0 $
(0Horizontaler Pfeil)
74Red BullLifestyleGründer von Red Bull
Blick auf das Schloss Schönbrunn

Geschichte Österreichs

Die Geschichte der Menschheit in Österreich geht auf die Zeit der Neandertaler zurück. Fundstellen in der Steiermark und in Niederösterreich sind Beweise der Existenz.

Die Regionen des Landes wurden zunächst von Jägern und Sammlern besiedelt, denen bäuerliche Dorfkulturen folgten. Mit Beginn der Kupfersteinzeit wurden Rohstoffe, vor allem Kupfer erschlossen.

Die Rohstoff-Abbaugebiete wurden zu Handelszentren, die sich ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. entwickelten. Die wichtigsten Rohstoffe waren Kupfer und Salz. Die Kelten errichteten die ersten Staatsgebiete im Süden und Osten des Landes.

Das Römische Reich dehnte sich auch über Österreich aus und etwa 50 n. Chr. stand ein Großteil unter römischer Herrschaft.

Ab dem 6. Jahrhundert besiedelten die Bajuwaren Bereiche im Vorarlberg und die Slawen den Süden und Osten des Landes.

976 entstand mit dem Herzogtum Kärnten die älteste Ländereinheit. Die Markgrafschaft Österreich wurde von Kaiser Friedrich I. 1156 zum unabhängigen Herzogtum Österreich erhoben.

Die Habsburger dehnten ihre Herrschaftsgebiete in Österreich weiter aus, so dass sie 1526 ein Machtfaktor im Heiligen Römischen Reich wurden. Sie erwarben Tirol, Kärnten, Krain und weitere Gebiete und nannten diese Länder Herrschaft zu Österreich.

Ständige Angriffe von außen folgten und mit der Abwehr der zweiten Belagerung Wiens durch die Türken, 1683, wurde Österreich zu einer bedeutenden Größe.

1804 wurde das Kaisertum Österreich und Franz I. als Kaiser ausgerufen. Zwei Jahre später musste er diesen Titel wieder niederlegen, als Napoleon sich zum Kaiser krönte.

Der Vielvölkerstaat des Kaiserreichs Österreichs gehörte ab 1815 zum Deutschen Bund. Ethnien aus Deutschland, Italien, Ungarn, Tschechien, Polen Ukraine, Rumänien, Kroatien, Serbien, Slowenien und der Slowakei waren hier vertreten.

Am 12. November 1918 wurde der Staat Deutschösterreich per Beschluss der Nationalversammlung eine demokratische Republik und Teil der deutschen Republik.

Im Streit zwischen Christlichsozialen und Sozialdemokraten kam es zum Bürgerkrieg im Februar 1934. Im März 1938 wurde der Anschluss Österreichs an Deutschland verkündet und die Nationalsozialisten, die zunehmend Einfluss gewannen, übernahmen die Macht.

Mit dem Kriegsende wurde Österreich wieder ein eigenständiger Staat und per Verbotsgesetz die NSDAP und deren Verbände aufgelöst und verboten.

Mit dem Abzug der Besatzungsmächte wurde am 26. Oktober 1955 die immerwährende Neutralität Österreichs vom Nationalrat beschlossen und gilt seither als Nationalfeiertag.

Staatsform

Österreich ist eine föderale, parlamentarisch-demokratische Republik.

Das Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident, der für sechs Jahre direkt vom Volk gewählt wird.

Die dominierende Kammer des Parlaments ist der Nationalrat, mit 183 Abgeordneten, die vom Volk gewählt werden. Eine Legislaturperiode dauert fünf Jahre.

Der Bundesrat wird von den Abgeordneten der einzelnen Landtage gebildet und vertritt die Länderinteressen; daher wird ihm nur ein Vetorecht eingeräumt.

Der Regierungschef ist der Bundeskanzler, dessen Ernennung durch den Bundespräsidenten erfolgt.

Die Republik besteht aus 9 Bundesländern:

  • Wien
  • Burgenland
  • Kärnten
  • Tirol
  • Steiermark
  • Vorarlberg
  • Salzburg
  • Niederösterreich
  • Oberösterreich

Gemäß der Verfassung ist deutsch die Staatssprache. Neben vielen Dialekten gibt anerkannte Minderheitensprachen wie Tschechisch, Slowakisch, Romanes sowie die Gebärdensprache.

Die am weitesten verbreitete Religion ist römisch-katholisch, mit etwa 73% der Bevölkerung.

Geografie

Österreich befindet sich inmitten der Landmasse Zentraleuropas. Seine direkten Nachbarn sind im Norden Deutschland und Tschechien, im Osten Slowakei und Ungarn, im Süden Slowenien und Italien, im Westen Schweiz und Liechtenstein.

Das Land wird auch als Alpenrepublik bezeichnet, 60% des Staatsgebietes sind gebirgig. Der höchste Berg mit 3.798m ist der Großglockner und einer von nahezu 1.000 Dreitausendern.

Im Alpenvorland, entlang der Donau, im Wiener Becken und in der südlichen Steiermark befinden sich die großen Ebenen. Etwa 43% der Gesamtfläche sind bewaldet.

Österreich wird in fünf Großlandschaften aufgeteilt:

  • Ostalpen
  • Vorland
  • Alpenvorland und Karpatenvorland
  • Granit- u. Gneisplatteau
  • Wiener Becken

Das Klima des Landes wird der feucht-kühlgemäßigten Zone zugeordnet. Die Alpen bestimmen das Klima maßgeblich und schon kleine Entfernungen können hier beachtliche Wetterunterschiede darstellen. Der Norden und Westen wird ozeanisch beeinflusst, während der Osten vom Kontinentalklima geprägt wird. Das Mittelmeer nimmt Einfluss auf den Bereich der Südalpenregion.

Die größten Flüsse des Landes sind die Donau und der Rhein.

Wirtschaft

Die Dienstleistungsbranche macht den größten Anteil am BIP aus. Die wichtigsten Bereiche hier sind Tourismus, Handel und Finanzdienstleistungen.

Die Industrie ist mit 160 Unternehmen im Weltmarkt an Spitzenpositionen vertreten und somit ein wichtiger Faktor der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Die Land- und Forstwirtschaftliche Nutzung machen 78% der Fläche Österreichs aus. Der BIO-Anteil der erzeugten Produkte ist mit 10% EU-Weit am höchsten.

Wichtige Rohstoffe die gefördert werden sind:

  • Eisenerz
  • Salz
  • Steinsalz
  • Sudsalz
  • Magnesit
  • Erdöl
  • Erdgas
  • Braunkohle

Die elektrische Energie wird zu fast 60% aus Wasserkraft erzeugt. Die Windenergie wird stetig ausgebaut und deckt etwa 7% des Strombedarfs. Das einzige Kernkraftwerk wurde nach einer Volksabstimmung nicht in Betrieb genommen.