Vereinigte Mexikanische Staaten

Mexiko Flagge
HauptstadtMexico Stadt
StaatsformBundesrepublik
StaatsoberhauptEnrique Peña Nieto
WährungPeso (MXN)
Gründung16. September 1810
Fläche1.972.550 km²
Einwohnerzahlca. 127 Mio.
Bevölkerungs-wachstumsrate1,29 %
BIP1,144 Billionen USD
Wachstum BIP
ca. 2,46 %

Die reichsten Mexikaner

#NameVermögenAlterHerkunft VermögenSectorBeschreibung
1 Carlos Slim Helu0 $
(0Horizontaler Pfeil)
78TelmexFinanceInvestor in der Telekommunikationsbranche
Tempel von einem schneebedeckten Vulkan

Geschichte Mexikos

Die erste Besiedlung Mexikos geht auf einen etwa 22.000 Jahre alten Fundort in Zentralmexiko zurück, die ältesten menschlichen Spuren in Mittelamerika.

In Tlatilco wurde bereits 1.500 v. Chr. Ackerbau betrieben. Es bildeten sich komplexe Kulturen, etwa 900 v. Chr., aus denen später die meso-amerikanischen Zivilisationen hervorgingen. Die bekannteren sind die Kulturen der Azteken, Maya, Omeken und Tolteken.

Die Azteken wurden das beherrschende Volk, etwa um 1500. 1517 erreichten die Spanier die Halbinsel Yucatán und entdeckten die Hochkulturen und insbesondere das Gold, was das Festland für sie interessant machte.

Hernàn Cortés verbündete sich mit den indigenen Völkern, um schließlich die Azteken 1521 zu stürzen. Zu dieser Zeit wurden auch Yucatán und das heutige Guatemala durch Spanien erobert. Mexiko wurde wegen des Goldreichtums und seiner Silberschätze zur wichtigsten Kolonie und zum Vizekönigreich Spanien ernannt.

Die spanische Sprache und die katholische Religion wurden in den folgenden drei Jahrhunderten im ganzen Land verbreitet.

Mexiko erklärte 1810 seine Unabhängigkeit. Spanien, von den Napoleonischen Kriegen geschwächt, wollte dies nicht akzeptieren und zog in einen langen Krieg gegen Mexiko und unterlag schließlich, was zur Unabhängigkeit Mexikos, 1821, führte.

Augustín de Iturbide regierte als Kaiser das Land, musste jedoch 1823 abdanken und Mexiko wurde zur Republik erklärt. Es bildete sich die Zentralamerikanische Konföderation mit Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Nicaragua und Honduras.

Die Vereinigten Staaten von Amerika versuchten 1835 vergeblich die Gebiet Texas und Kalifornien von Mexiko zu kaufen. Ein Jahr später wurde dann die unabhängige Republik Texas von den dort lebenden Amerikanern ausgerufen.

Der Gebietsanspruch der USA ging jedoch noch weiter und so kam es 1846 zum Mexikanisch-Amerikanischen Krieg. Mexiko unterlag zwei Jahre später und musste seine nördlichen Gebiete abtreten. Dies sind heute Arizona, Colorado, Kalifornien, Nevada und New Mexiko.

Weitere Teile dieser Region wurden von den USA für 10 Mio. $ gekauft, ursprünglich mit dem Ziel eine Eisenbahnlinie zu bauen, zu der es aber nicht kam.

Staatsform

Mexiko ist seit 1917 eine präsidiale Bundesrepublik. Das Volk wählt für eine Dauer von sechs Jahren den Präsidenten, der Staatsoberhaupt und Chef der Bundesregierung ist. Eine Wiederwahl des Präsidenten ist gemäß der Verfassung ausgeschlossen.

Zwei Kammern bilden den Kongress der Union Mexiko: Das Abgeordnetenhaus, deren 500 Abgeordnete alle drei Jahre gewählt werden. Davon werden 200 über Listenplätze und 300 über eine Direktwahl bestimmt.

Der Senat als zweite Kammer, mit 128 Senatoren, die alle sechs Jahre gewählt werden. Aus jedem der 32 Bundesstaaten kommen 3 Senatoren, weitere 32 werden nach einem Verteilungsschlüssel ermittelt.

Allen Amtsinhabern ist gemein, dass sie nicht wiedergewählt werden dürfen.

Die Amtssprache ist Spanisch, daneben gibt es 62 Nationalsprachen.

Geografie

Mexiko bildet den südlichsten Zipfel des Nordamerikanischen Kontinents und ist bereits Teil der Landbrücke Zentralamerikas. Im Westen bildet der Pazifik und im Osten der Golf von Mexiko eine natürliche Grenze.

Der höchste Berg ist mit 5.636m der Vulkan Citlaltépetl und der tiefste Punkt ist Mexicali, 10m unter dem Meeresspiegel.

Das Klima in Mexiko reicht von subtropisch bis alpin aber auch das Wüstenklima ist anzutreffen.

Ein bis zu 1.200m hoher Hochlandblock bestimmt den größten Teil Mexikos. Die höchsten Berge sind vulkanischen Ursprungs und im Vulkangürtel, der Sierra Nevada zu finden.

Wirtschaft

Das Mexikanische Wunder führte in den 1940er und 1970er Jahren zu einem starken Wirtschaftswachstum und auch der Wohlstand stieg deutlich an. 2002 war Mexikos Volkswirtschaft führend in Lateinamerika und erreichte auf der Weltrangliste den 10. Platz.

Für das BIP ist der Dienstleistungssektor mit 69% der wichtigste Bereich, gefolgt von der Industrie mit 27% und der Landwirtschaft mit 4%.

Die Deregulierung und Privatisierung der Wirtschaft führt zu einem beständigen Wachstum der Unternehmen, was sich positiv auswirken konnte. Insbesondere in der Petrochemie und der Telekommunikation werden noch Potentiale gesehen, da hier noch keine Reformen durchgeführt wurden.

Wichtige Exporte werden erzielt mit:

  • Ölprodukte
  • Silber
  • Produzierte Waren
  • Früchte
  • Gemüse
  • Kaffee
  • Wolle
  • Tabak
  • Alkohol

Mit 81% der Gesamtexporte sind die USA der wichtigste Partner. Mit 21,4 % der Exporte steht die Automobilindustrie an erster Stelle. Erdöl ist mit 10% der Exporterlöse der wichtigste Rohstoff und macht Mexiko zum 6. größten Erdölproduzenten.

Die Energieversorgung ist zu 70% vom Rohöl abhängig, 19% kommen aus Wasserkraft und 2,4% aus Kernenergie. Das Potential an erneuerbaren Energie ist sehr hoch und soll künftig weiter ausgebaut werden.