Dassault Aviation

Luft- und Raumfahrt

2,9Mrd. $

Eigenkapital 2015

SitzParis, Frankreich
Gründung01. Juli 1917
UnternehmensgründerMarcel Bloch
UnternehmensleitungÉric Drappier
Ehrenvorsitz: Serge Dassault
ProdukteLuft- und Raumfahrt-Systeme
Sitz in Deutschland
12152

Mitarbeiter 2015

9,9 Mrd. $

Gesamterlöse 2015

482 Mio. $

Gewinn nach Steuern 2015

Infografik Dassault Aviation

Informationsgrafik zum Unternehmen Dassault

Unternehmen

Marktposition

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Das Unternehmen Dassault Aviation geht auf die Erfindung des Éclair-Propellers zurück. Marcel Bloch revolutionierte mit diesem Antrieb 1916 die Luftfahrt.

Bald schon fand das Luftfahrtministerium in Frankreich gefallen an seinen Flugzeugen und bestellte gleich 1.000 Exemplare der SEA IV Serie. Bezahlt und ausgeliefert wurden jedoch nur 100 Stück.

Das Unternehmen befand sich auf seinem Tiefpunkt, als es 1936 verstaatlicht und M. Bloch 1940 in Kriegsgefangenschaft genommen wurde.

Im Jahr 1945 benannte sich Marcel und sein Unternehmen in Dassault um.

Mit den neuen Jet-Antrieben wurden nach dem Krieg Militär- und Privatflugzeuge gebaut. Die unter Geschäftsleuten bekannte Falcon-Serie wurde entwickelt. Ende der 1960er Jahre fand Dassault den Einstieg in die Raumfahrt-Industrie. Eigene Raketen wurden entworfen, später das Hitzeschutz-Schild für die Discovery gebaut.

Die Bedeutung der CAD-Systeme für die Entwicklung der Flugzeuge war so groß, dass Dassault hierzu eine eigene Weiterentwicklung hin zu 3-D-CAD-Systemen aufnahm. Unter dem Namen CATIA wurde das hochentwickelte System auf den Markt gebracht und wird heute von vielen Entwicklern der Luft- und Raumfahrt aber auch von Automobilherstellern genutzt.

Als Serge Dassault 1987 das Unternehmen übernahm, steckte die Luftfahrt in einer tiefen Absatzkrise.

Umstrukturierungen und Sparmaßnahmen führten dazu, dass nur noch der französische Markt direkt beliefert wurde. Gleichzeitig gelang es, die Fertigungsqualität zu steigern. Aufträge aus dem Ausland wurden an dritte unterbeauftragt.

Der über Jahrzehnte immer weiter entwickelte Qualitätsanspruch machte den wesentlichen Erfolg des Unternehmens aus.

So konnten beide Säulen, die Militärflugzeuge und die Zivilflugzeuge nebeneinander koexistieren und sich ständig weiterentwickeln.

Das Unternehmen befindet sich zu 50,55% in Händen von Dassault und zu 46,32% bei EADS, der französische Staat hält 3,13%.

Das Unternehmen beschäftigt 12.152 Mitarbeiter, die 2015 einen Umsatz von 9,9 Mrd. generierten.

Produkte

Im Bereich der Zivilflugzeuge wird heute die Linie Mercure als Regionalflugzeug gebaut.

Als Geschäftsflugzeuge werden die Dassault Falcon 900, Dassault Falcon 2000, Dassault Falcon 7X und die Dassault Falcon 8X gebaut. Die Dassault Falcon 5X ist ab 2020 geplant; der Erstflug ist für 2017 vorgesehen.

Die Militärflugzeuge werden aktuell durch die Mirage-Serie repräsentiert. Das Jagdflugzeug kommt als Abfangjäger oder Mehrkampfflugzeug seit 1961 zum Einsatz und wurde immer weiter innoviert und in verschiedenen Varianten gefertigt. Die Dassault Rafale, ein Mehrkampfflugzeug, ist seit 2000 in der Produktion.

Die Dassault Neuron, eine Tarnkappen Kampfdrohne befindet sich noch in der Erprobungsphase; der Erstflug war 2012.

Die Weiterentwicklung des CAD-Verfahrens ist Dassaults CATIA. Das 3-D- CAD-System wurde 1981 entwickelt und ist heute in der V.8 marktreif. Dieses Tool wird von vielen technischen Architekten zur Entwicklung modernster Flugzeuge, komplexer Technologien und für die Entwicklung von Automobilen genutzt.