Tesla, Inc.

Automobilhersteller

43,278 Mrd. $

Marktkapitalisierung

SitzPalo Alto, Kalifornien, USA
Gründung2003
UnternehmensgründerElon Musk, JB Straubel, Martin Eberhard, Marc Tarpenning, Ian Wright
UnternehmensleitungElon Musk (Chairman, CEO)
JB Straubel (CFO)
Jason Wheeler (CFO)
ProdukteElektrofahrzeuge
Sitz in Deutschland
30.000

Mitarbeiter 2016

4,046 Mrd. $

Gesamterlöse 2015

888,7 Mio. $

Gewinn nach Steuern 2015

Infografik Tesla, Inc.

Infografik über die Tesla Inc.

Unternehmen

Marktposition

Werbung

Den Namen „Tesla“ übernahm das Unternehmen bewusst von dem Physiker und Erfinder Nikola Tesla, der auf dem Gebiet der Elektrotechnik zahlreiche Neuerungen brachte.

Die Vision von Tesla wird von Elon Musk beschrieben, den Wandel von einer Verbrennungsgesellschaft zu einer Solar-Elektro-betriebenen Wirtschaft voranzutreiben. Ziel sei es für Tesla demnach, Elektrofahrzeuge für den Durchschnittskonsumenten erschwinglich zu machen.

Bereits 2006 erklärte Elon Musk die Strategie der Öffentlichkeit und gab bekannt, dass Tesla zunächst Sportwagen bauen werde, um zum einen zu zeigen, dass Elektromotoren den Verbrennungsmotoren durchaus überlegen sein können und zum anderen, die Zahlungsbereitschaft bei Sportwagen am höchsten ist.

Im zweiten Schritt werde das Unternehmen versuchen, mit diesem Geld, einen Fünftürer zu entwickeln, der etwa nur noch die Hälfte kosten soll.

Mit diesem Geld werde Tesla wiederum ein noch erschwinglicheres Familienauto bauen. Seit 2016 wurde die Strategie weitergeführt und ausgebaut. So entwickelt Tesla unter anderem auch Solardächer mit integrierten Batteriespeichern, einen Autopiloten, der mindestens 10 mal sicherer fährt als ein menschlicher Fahrer. Diese selbstfahrenden Autos sollen auch als Taxi fungieren können.

Geschichte

Im Juli 2003 wurde die Firma von Martin Eberhard und Marc Tarpenning gegründet (schieden allerdings 2008 aus). Risikokapitalgeber waren unter anderem Elon Musk, welcher der größte Einzelaktionär war und zunächst Aufsichtsratsvorsitzender wurde.

Tesla Roadster

Am Anfang konzentrierten sich die Ingenieure von Tesla auf den Antriebsstrang für einen Sportwagen, welcher auf der Grundlage eines Wechselstrom-Induktionsmotor entwickelt wurde. Als dessen Ergebnis debütierte der Tesla Roadster im Jahre 2008 mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden. Tesla verspricht bei diesem Modell einen Aktionsradius von 340 km.

Zudem war zwischen 2009 und 2011 die Sportvariante des Roadsters verfügbar, die laut Tesla in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen sollte.

Tesla Model S

Teslas Sportlimousine, das Model S stellt die erste eigene Produktion von Tesla dar, da das Unternehmen bis 2011 mit Lotus kooperierte. Die Limousine ist ein Fünfsitzer und bietet als optionale Variante zwei zusätzliche Kindersitze an. Hier wird klar, dass das Model S sich durch mehr Innenraum auszeichnet.

Das Model S wurde zunächst mit zwei Akkuoptionen angeboten. So konnte zwischen einer Kapazität von 70 und 85 kWh und einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern gewählt werden. Heute ist die Auswahl auf vier Akkuoptionen (60, 75, 90, 100 kWh) erweitert worden.

Tesla Model X

Bei dem Model X handelt es sich um einen Crossover, der für sieben Personen konzipiert wurde. Markteinführung war aufgrund mehrfach verschobenen Terminen schließlich der 29. September 2015.

Um die zweite und dritte Sitzreihe besser erreichen zu können, verbaute Tesla bei dem Model X zwei abknickende Flügeltüren.

Tesla Model 3

Im März 2016 wurde das Tesla Model 3 vorgestellt, das voraussichtlich Ende 2017 auf dem Markt erscheinen soll. Dies stellt das erste Mittelklasse-Modell von Tesla dar und solle eine Reichweite von um die 350 km erreichen.

Innerhalb der ersten 24 Stunden gingen bei Tesla über 115.000 Reservierungen ein und nach nur drei Tagen waren mehr als 276.000 Reservierungen eingegangen. Allein die Anzahlungen betragen hierbei über 276 Millionen US-Dollar. Mit diesem Modell hofft Tesla, bis 2020, den Absatz der jährlich verkauften Fahrzeuge von 50.000 (2015) auf 500.000 Fahrzeuge im Jahr anzukurbeln.

Tesla Supercharger

Seit 2012 begann Tesla mit der Errichtung von speziellen Stromtankstellen, die besonders leistungsfähig sind. Mit einer Ladeleistung von fast 120 kW soll ein Model S in rund 40 Minuten auf 80 % aufgeladen werden.

Im Sommer 2016 wurden um die 60 Tesla SuperCharger in Deutschland verbaut, demnach ist eine problemlose Fahrt zu jedem Ort in Deutschland möglich. Tesla Fahrzeuge, die seit dem 1. Januar 2017 bestellt wurden, werden bei einem Supercharger um 400 kWh kostenlos aufgeladen. Ladungen über diesen Wert sollen geringere Kosten aufweisen, als bei einem vergleichbaren Auftanken eines Verbrennerfahrzeuges.

Tesla Gigafactory

Gemeinsam mit Panasonic baut Tesla in Reno, Nevada, eine Fabrik für Lithium-Ionen-Zellen und Batteriepakete. Durch diese Fabrik sollen die Preise der Batteriepakete um 30 Prozent sinken. Bis 2020 sollen die eigens hergestellten Batterien etwa in 500.00 Elektroautos verbaut werden.

Allein die Fabriknutzfläche wird auf ca. einen Quadratkilometer geschätzt wobei weitere zwei bis vier Quadratkilometer für Solar- und Windkraftanlagen erworben werden sollen. Um die 6500 Personen würden dort beschäftigt.

Patente und Partnerschaften

Patente freigegeben

Elon Musk gab im Juni 2014 bekannt, dass Tesla es nicht allein schaffen werde, der sich drohenden Kohlenwasserstoffkrise zu entgegnen, da immer noch um die 100 Millionen Autos mit Benzinmotor gebaut werden und es weltweit um die 2 Milliarden Fahrzeuge gibt. Aus diesem Grund, so Musk, gab Tesla seine Patente frei, damit auch die anderen Automobilhersteller an der Wende hin zu der „Elektrofahrzeug-Gesellschaft“ partizipieren können.

Daimler

Seit 2007 arbeitete Tesla mit der Daimler AG zusammen und stellt die Antriebskomponenten des Smart ForTwo her. Auch produziert Tesla das Batteriepaket und den Antriebsstrang für die B-Klasse Electric Drive, die seit 2014 auf dem Markt ist. Daimler übernahm im Mai 2009 9,1 Prozent der Tesla-Anteile, wobei allerdings rund 3,64 Prozent wieder abgegeben worden sind. Folgeprodukte mit Tesla sollen laut Daimler allerdings nicht geplant sein, so der Stand im März 2016.

Toyota

Gemeinsam mit Toyota entwickelt Tesla elektronische Antriebsstränge und weitere Komponenten für Elektrofahrzeuge. Auch wurde der Toyota RAV4 EV, der seit September 2012 auf dem amerikanischen Markt erhältlich ist, zusammen mit Tesla entworfen.