WhatsApp Inc.

Messaging Dienst

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Marktkapitalisierung

SitzMountain View, Kalifornien, USA
Gründung24. Februar 2009
UnternehmensgründerJan Koum
Brian Acton
UnternehmensleitungJan Koum (CEO)
ProdukteWhatsApp (Messaging Dienst)
Sitz in Deutschland
50

Mitarbeiter 2016

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Gesamterlöse

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Gewinn nach Steuern

Infografik WhatsApp Inc.

Infografik über WhatsApp

Unternehmen

Marktposition

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Der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp ermöglicht den Austausch von Textnachrichten, Bild-, Ton- und Video-Daten sowie Dokumente, Kontaktdaten und Standortinformationen zwischen Personen und/oder Gruppen.

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Mountain View, Kalifornien (USA) und ist seit 2014 eine Tochter der Facebook Inc.

Gründungsgeschichte

WhatsApp wurde  von zwei ehemaligen Yahoo! Mitarbeitern, Jan Koum und Brian Acton in Santa Clara, Kalifornien gegründet. Nachdem sie Yahoo! im Jahr 2007 verlassen hatten, reisten sie nach Südamerika und bewarben sich bei Facebook. Dort wurden sie allerdings abgelehnt und so lebten sie zunächst von den Rücklagen, die sie noch von Yahoo hatten.

Als Koum sich ein iPhone im Jahr 2009 kaufte, war ihm und Acton bewusst, dass, in dem zur Zeit erst sieben Monate alten AppStore, ein riesen Potential steckte. So war ihnen bewusst, dass sie an dem Ausbau des AppStore partizipieren wollten.

Sie hatten die Idee von einer einfachen Applikation, bei der lediglich ein individueller Status veröffentlicht werden konnte. Dieser sollte dann für alle Freunde sichtbar sein. Um diese Idee allerdings umsetzten zu können, brauchten sie einen Entwickler, der diese App für den AppStore programmieren konnte.

Schließlich fand Alex Fishman, ein Freund, der bei dieser Idee mitwirkte, einen russischen Entwickler auf RentACoder.com: Igor Solomennikov, der sich der Programmierung annahm. Noch bevor die App entwickelt war, gründete Jan Koum die WhatsApp Inc. am 24. Februar 2009.

Der Name WhatsApp ist ein Wortspiel und soll so klingen wie „What’s up?“ („Was ist los?“).

Da die App anfangs jedoch oft abgestürzte, war sie alles andere als erfolgreich. Brian Acton ermutigte Koum, weiterhin an ihrer Idee festzuhalten und WhatsApp weiterzuentwickeln. So starteten sie im Juni 2009 Push-Benachrichtigungen, so dass Benutzer benachrichtigt wurden, sobald sich der Status eines Freundes veränderte.

Wirklich erfolgreich wurde WhatsApp allerdings erst, als sie einen Messenger entwickelten, der es WhatsApp-Nutzer ermöglichte, nun auch mit Freunden zu chatten. Dieses Update erschien in WhatsApp 2.0. In kürzester Zeit stieg die Anzahl der Nutzer auf 250.000.

Daraufhin konnte Brian Acton fünf Freunde von Yahoo! überzeugen, 250.000 Dollar in die WhatsApp Inc. zu investieren. Acton trat offiziell am 1. November 2009 dem Unternehmen bei und gilt als Mitbegründer von WhatsApp.

WhatsApp wächst

Ende des Jahres 2009 konnten Fotos über WhatsApp versendet werden und im Januar 2010 erschien eine Version für BlackBerry. Kurz danach wurde WhatsApp von einem kostenfreien hin zu einem bezahlten Service umgestellt, um nicht zu schnell zu wachsen und die Kosten der Verifikations-Texte im Überblick zu behalten. Die kosten für den Messenger betrugen 0,99 $ im Jahr.

Anfang 2011 war WhatsApp unter den Top 20 der beliebtesten Apps im AppStore. Der einzige Venture-Investor war Sequoia Capital, der zunächst für 8 Millionen Dollar ca. 15 Prozent des Unternehmens erwarb. Später investierte er weitere 50 Millionen. Im Februar 2013 wurde das Unternehmen auf einen Wert von rund 1,5 Milliarden $ geschätzt.

Im Dezember 2013 gab WhatsApp bekannt, dass monatlich 400 Millionen Nutzer ihren Messaging-Dienst benutzen. Vier Monate später war die monatliche Nutzerzahl auf 500 Millionen angestiegen.

Anfang 2015 galt WhatsApp als der am schnellsten wachsende Internetdienst in der Geschichte und verzeichnete bereits über 800 Millionen aktive Nutzer. Im Februar 2016 knackte WhatsApp schließlich die eine Milliarde-Marke, an weltweit aktiven Nutzern.

Übernahme durch Facebook

Am 19. Februar 2014 kaufte die Facebook Inc. für 19 Milliarden $ die WhatsApp inc.. Dabei wurden 4 Milliarden Dollar bar und der Rest mit Facebook-Aktien bezahlt. Im Zuge des Verkaufs kam Jan Koum in den Verwaltungsrat von Facebook.

Am 18. November gab WhatsApp bekannt, dass sie mit dem Unternehmen Open Whisper kooperierten und in Zusammenarbeit eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung entwickelten, welche schließlich in den Messenger integriert wurde.

Am 18. Januar 2016 wurde bekannt, dass WhatsApp wieder kostenfrei zur Verfügung steht.

Weitergabe der Nutzerdaten

Am 25. August 2016 wurde die Datenschutzerklärung von WhatsApp geändert. Nutzer die dieser Erklärung zustimmen räumen dem Messenger das Recht ein, regelmäßig Telefonnummern aus dem Adressbuch des Nutzers an Facebook weiterzuleiten und diese benutzen zu dürfen.

Am 28. September 2016 entschied der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Casper, dass die Datenschutzerklärung von WhatsApp nach deutschen Recht unzulässig sei. Er gab dabei bekannt, dass Facebook alle bereits gespeicherten Daten löschen müsse und das deutsche Datenschutzrecht von Facebook und seinem Tochterunternehmen, WhatsApp, durchgesetzt werden soll. Facebook focht diese Entscheidung allerdings an.

Weitere Dienstleistungen

WhatsApp Web

Das WhatsApp Web, eine browsergeschützte Version des Messengers wurde am 21. Januar 2015 vorgestellt. Nutzern ermöglicht WhatsApp Web mit einem PC/Notebook auf bestehende Chats zuzugreifen und neue Nachrichten zu verfassen.

WhatsApp Desktop

Ähnlich wie WhatsApp Web ist die Desktop-Version, die für Windows 8+ und OS X verfügbar ist. Im Gegensatz zu der Web-Version muss diese installiert werden und bietet anschließend Desktop-Benachrichtigungen und Tastenkürzel.

Videotelefonie

Im November 2016 wurde die Videotelefonie für Android, iOS und Windows zur Verfügung gestellt.